GALERIE
Visuelle Erzählungen
Ein Blick auf Borgo Sgarabìa: das Licht, das den Stein streichelt, die Details, die die Zeit erzählen, die Landschaften, die mit den Jahreszeiten ihre Farbe ändern. Bilder, die nicht nur einen Ort zeigen, sondern die Atmosphäre eines Erlebnisses, das man leben muss.
Ein uralter Ort, eine tiefe Seele
Sgarabìa di Sopra liegt auf dem Monte Orsello, im Gebiet von Guiglia und unweit von Zocca, auf einer Anhöhe, die Täler und Bergkämme überblickt. Seit dem 17. Jahrhundert gehörte es den Poggioli von Casa Sgarabìa, einer der ältesten Adelsfamilien der Region, die seine Erinnerung und diskrete Eleganz über Generationen bewahrte.
Ihr herrschaftlicher Sitz – ein ländlicher Komplex mit Taubenturm und Privatkapelle – erzählt von einer Zeit, in der Glaube, Kunst und Alltag in vollkommenem Einklang mit der umgebenden Natur standen.
Die Kapelle, geweiht und in ihrer barocken Struktur vollständig erhalten, birgt ein faszinierendes Kapitel der Lokalgeschichte: Unter ihren Steingewölben und Sandsteinmauern wurden über Generationen hinweg Hochzeiten und Rituale gefeiert. Die Marmorplatte zu Ehren der Familie Poggioli zeugt von der Frömmigkeit und dem Sinn für Kontinuität, die diesen Ort geprägt haben.
Unweit davon, im Weiler La Tagliata, befindet sich ein weiteres bedeutendes Gebäude: das alte Oratorium der heiligen Maria Magdalena, seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Familie Tagliati. Chroniken berichten, dass dieses Stück Land auf dem Monte Orsello bereits im 17. Jahrhundert ein Zufluchtsort für Wachen und Reisende war – dank seiner geschützten, abgelegenen Lage. Im 18. Jahrhundert erweitert und später in ein ländliches Wohnhaus umgewandelt, bewahrt das Oratorium noch heute seine Steingewölbe, den Rundbogen-Eingang und die schlichte Schönheit bäuerlicher emilianischer Architektur.
Diese Zeugnisse – der Turm, die Steinhäuser, die Sandsteinportale, die vom Lauf der Zeit geglätteten Schwellen – sind die tiefen Wurzeln von Borgo Sgarabìa. Hier erzählt jeder Stein eine Geschichte von Menschen und Natur, von Arbeit und Glauben, von Stille und Beständigkeit.
